Grünes Band, Etappe 10

Mogger – Effelder, 22.8 Wanderkilometer

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Auch am letzten Tag der Zehnerserie ging es zeitig auf die Tour.

Mit diesem Blick aus der Ferienwohnung startete quasi der Tag. Eine Ferienwohnung biete den Luxus einer Küche für Kaffee und Abwaschbecken wo alle Wasserflaschen gut abgefüllt werden können. Und etwas Platz sich breit zu machen.

Die Ebene im Morgenlicht.
Diese Etappe führte zuerst einfach durch flaches Land. Wenig Probleme und sehr gute Wege. Zuerst. Dann wurde es wie folgt:

Völlig zugewachsene Wege, sumpfig matschiger Untergrund, echt gruslig schlecht und mühsam. Das zwang mich, längs einer Rinderweide zu wandern. Immer mit gebührendem Abstand zu den Tieren. Ein erster Blick ergab zuerst das Fehlen von Kälbern. Zudem schauten die Kühe mehr neugierig als sonst irgendwie. Dreissig Schritt weiter war ein grosses Kalb in der Nähe, schnell Prüfblick, ob eine Kuh komisch reagiert. Alles ruhig, nun grossen Bogen um das nicht mehr so kleine machen. Wie geht jetzt das schon wieder, in der Schweiz kommen mehr Leute durch Kühe zu Tode als durch Wölfe.

Etwas später wurde ich dafür mit diesem Anblick belohnt, ein heller langer Tunnel mit einem Dunklen Ende. Fast das Gegenteil zum Bild von der siebten Etappe. Tunnelblick Etappe 07

Und schon wieder trennt eine Strasse den alten Kolonnenweg. Im Hintergrund die horizontale Linie. Da es nur eine mässig befahrene Hauptstrasse war, erachtete ich die Leitplanken als Kleterhilfe und kürzte ab. Detail in der Karte

Ein Schild, das eine Brücke sperrte. Hmm, da ginge doch der Weg durch. Grübel grübel, überleg, wenn ich da durchgehe, und die Brücke würde mich sicher tragen, müsste ich mich vermutlich wieder durch alles mögliche Grünzeug kämpfen. Die Alternative: Im Schatten des Waldstreifens entlang des Kulturlandes dem grünen Band folgen. Ich wählte die Alternative.

Eine sehr nasse Furt, mehr als knöcheltiefes Wasser lies mich diesen Weg ebenfalls überlegen. Das Kartenstudium zeigte, dass der Weg hier zwischen zwei Wasserläufen geht und am Schluss über durch eine Furt. Die mögliche Aussicht auf eine nicht passierbar Stelle und auf sehr viel Wasser lies mich einen ca. 800m längeren Weg wählen.

Ein Wassergraben quer zum Weg.

Zum ersten mal waren die Platten vor allem mit weichem hellen Sand gefüllt, sieht es wohl so aus, wenn die letzten Platten in die Ostsee auslaufen, beginne ich zu sinnieren.

Völlig neuer Plattentyp entdeckt. Ok, so klar ist es nicht. Ueblicherweise haben die Platten 3×7 Löcher, und nur Löcher, sonst nix. Diese haben ein Eisen bei den äussersten Endlöchern. Sicherlich um damals besser mit einem Hebegerät und Ketten versetzen zu können.

Fast auf dem Höchsten Punkt wieder ein Hinweis auf eine traurige Geschichte.
Die Wanderung hatte am Schluss zwei hübsche Steigungen von jeweils 35%, und da ich zeitlich gut im Plan lag, kein Wunder bei dem Tempo das ich hinlegte, machte ich noch einen Abstecher zum Generalsblick. Der Name kommt davon, das zu DDR Zeiten vielen Generälen von dort aus die Grenzanlage präsentiert wurde.

Der Blick war wirklich schön von dort. Das lud zu einer ausgiebigen Pause ein. Schon als ich am Aufbrechen war, kamen zwei Biker vorbei. Mann und Tochter. Da haben wir doch gleich etwas miteinander gesprochen, über die Landschaft, wie diese sich in den letzten knapp 40 Jahren verändert hat. Zu Zeiten DDR wäre da kein einziger Baum zu sehen gewesen. Wie auch über Restaurantsterben in dieser Gegend und wie gut es ist, beim Plattenweg breite Pneus zu haben. Im Abschluss hat er mich gebeten, von ihnen beiden ein Bild zu machen. Im Gegenzug gab es dann auch eines von mir.

Der letzte Wegweiser entlang des grünen Bandes.
Am 13. August 2026, 12:13 Uhr habe ich die Wanderung entlang des grünen Bandes abgeschlossen. Von diesem Punkt aus gingen entfernte ich mich nur noch davon weg zum Bahnhof.
Gesamthaft habe ich 219km gewanderte gemessen. Davon gehen einige für das An- und Abreisen zur Grenze weg, es sind vermutlich schon 200 bis 210km welche ich entlang des grünen Bandes gemacht habe.
Die ersten Tage brauchte ich, um micht an den Rhythmus des Wanderns zu gewöhnen, welche Geschwindigkeit bei welchem Untergrund passt am besten. Auch, wie ich mich nach einer Tagesleistung fühlte, sagte mir, ob das Tempo gut war oder etwas gar zu schnell.
Inzwischen habe ich das ganz gut im Griff, was eventuell gegen Ende der Tour auch geholfen hat, ist dass das Wetter ein klein wenig kühler wurde und ich konsequenter früher aufgestanden bin. Das hat mich auch etwas geschont.
Nun wenn ich das schreibe sind die Schuhe bereits gewaschen, das meiste Wandermaterial verräumt und eine leise Wehmuht überkommt mich, dass es schon fertig ist.

Grünes Band, Etappe 09

Heinersdorf – Mogger, 24.8 Wanderkilometer

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Heute war wieder mal ein Tag mit frühem Aufstehen.

Sonneberg zu schlaftrunkener Stunde. Es war so fröstelig, dass ich noch etwas langärmliges anzog. Der Bus fuhr pünktlich ab und los ging es.

Auffällig oft hat es an den unscheinbarsten Orten eine ganz stattliche Bushaltestelle. Oder einen guten Unterstand in der Nähe der Haltestelle

Chemtrails, ääh, sorry, Kondensstreifen über der noch schlafenden PV-Anlage.

Ein Rehbock, an den ich relativ nahe kam, bevor er sein Hintern zeigte. Etwas später habe ich nochmals einen Rehbock näher gehabt, der war blitzschnell weg, bevor ich den Fotoabparat im Anschlag hatte. Kurz darauf habe ich einen Ruf gehört, den ich zuerst nicht zuordnen konnte, aus der Richtung, wo der Bock hingegangen ist. Zuerst war ich recht erschrocken und unsicher, was um alles in der Welt ist da unterwegs, bis ich mich erinnerte, dass Rehe ziemlich laut schreien können, nur selbst gehört habe ich es bis heute nicht.

Ein Grund für da Mitschleppen der grossen Kamera: Sofort im Anschlag und ohne Gefummel auf Maximum-Zoom und Focus beim Objekt, nicht auf eine Screen.

Erste Sonnenstrahlen leuchten durch die Tannen. Tschuldigung, waren wohl Fichten.

Platten hatte es noch wenige, dies hier nenne ich „Tempobelag“. Auf diesem Kies kann man recht gut Tempo machen. Man sinkt nicht ein, man hat nahezu keine grösseren Steine, auf denen man verknicken kann, einfach schnell.

Zwischendurch musste ich mal Pfadfinder spielen, irgendwie hab ichs aufgegeben. hi hi hi. Und damit abgefunden, dass nicht immer die Platten massgebend sind.

Ein kleiner schmucker Rastplatz. Schmuck vor allem die Aussicht. In diesem Bereich hatte es auch massenweise Brombeeren, lecker.

Plötzlich hatte ich das Gefühl, ups da ist ein Wildtier mit Jungem, solch ein Schnappschüssli gäbe das. Es waren dann aber eingezäunte Schafe, die bei einer Quelle ihre Weide hatten. Die Quelle war nur noch ein Tropfen. Die Dürre macht sich auch hier bemerkbar.

Mitten im Nirgendwo gab es einmal eine Badeanlage. Davon existiert nix mehr.

Und auch Blumen am Wegrand.

Oder einfach eine schöne Wiese

Oder mal ein Schild das zum Denken anregen

Auffällig neue Platte.

Mal eine Graswiese

Und zwei Gründe, nicht alles auszuprobieren. In beiden Fällen könnte man durch die Luft fliegen.

Eine Informationstafel mit Audio-Abspielmöglichkeit. Gute Lösung, wie der Strom dazu geliefert wird. Die Texte waren eindrücklich. Persönlich und aus der Zeit.

Kiefern vor blauem Grund.

Löschwasser, bei dessen Verwendung der Wasserschaden gleich ein Farbschaden ist.

Grünes Band, Etappe 08

Neuenbau – Heinersdorf, 15,0 Wanderkilometer

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Am Morgen früh raus. Kilometer welche vor 10 Uhr gelaufen sind, sind fast geschenkte Kilometer. Der Bus nach Neuenbau war nur leicht befüllt. An der Endstation ich der letzte Fahrgast.

Ausgangs Neuenbau.

Wie an vielen anderen Stellen schon Tafeln mit ähnlichen Geschichten gelesen.

Gelegentlich, das heisst, bei den letzten zwei Tagen, sind mir solche Fotofalen schon aufgefallen. Diese müssen, Datenschutz, erkennbar sein. Gut können Hasen und Rehe nicht lesen. Ich lächelte jeweils ganz freundlich in die Kamera und winkte.

Aufgrund der gestrigen Erfahrung habe ich mich mehr ans Grüne Band gehalten als an den alten Kolonnenweg. Unterwegs ausser ein Reh und einen Radfahrer nichts nennenswertes.

An einer Stelle war der Weg doch ganz klar erkennbar. Grund: Der Weg ist frisch planiert worden.

Ein Wegweiser, mitten im Grünzeug estätigt mir den Ansatz: Gute Wege sind gute Wege. Dieser Wegweiser sieht man erst, wenn man sich bereits völlig verlaufen hat. An dieser Stelle stimmen Karte und Realität überhaupt nicht überein.

An einer Stelle habe ich dann doch noch alle Kletterfähigkeiten hervorbringen müssen. Auf der Karte ein Weg, wahrgenommen habe ich eine Runse voller Aste und Dornen. Einzig die 20m entfernte Strasse bewog mich drann zu bleiben.

Dann machte es ratzfaz und ich fand mich in Heinersdorf.

Trotz Reformation sieht man in dieser Kirche ein paar Heilige abgebildet.

Bevor ich auf den Bus ging habe ich die Grenzanlageerinnerungstelle angeschaut. In diesem Bereich verlief einmal die Mauer. Die Rückkehr verlief problemlos mit dem Bus.

Meiene Standardausrüstung:
– Wasser, 0.5+0.8+1.5 Liter
– Schuhe mit doppelten Socken
– Trockenes Ersatz T-Shirt
– Sportshirt
– Wanderhose
– kleine Verpflegung
– Photoaparat
– Sonnencreme zum nachbessern
– Isostartabletten,
-Akku und Ladekabel,
– Ärmlinge
-Antibrum und Fenipic

Grünes Band, Etappe 07

Probstzella – Sattelgrund, 27, 5 Wanderkilometer

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Der heutige Tag steht unter dem Stern „gesucht und doch nicht gefunden“.
An einigen Stellen, so stellte es sich heraus, waren die Platten entfernt worden, da war es schwer, noch einen klaren Weg zu erkennen. Dann war Openstreetmap nicht ganz so akkurat wie das topologische Institut von Thüringen, und so kam es halt zu ein paar Umwegen, Fehlwegen und Umkehrern. Geplant war eine Tour von gut 22 km, geworden sind es dann 27.5. Das merke ich nun am Abend während dem Schreiben, dass die Beine etwas müder sind als auch schon.

Damit ich um 13.54 den Bus sicher erreiche, bin ich schon vor 7 Uhr losgezogen.

Die Kirche von Probstzella im Morgenlicht, die Uhr zeit 06.40.

Moderne Industriearchitektur am Rande des Dorfes.

Wer misst mist Mist, der Gefällmesser gab runde 50% Gefälle an, das war Tagesrekord.

So sieht der Wanderalltag aus. Schritt um Schritt zwischen den Löchern gehen und schauen, dass ich mir den Fuss nicht verknackse.

Ein Blick zurück auf Hotel und Kirche. Die Geschichte des Hotels ist aussergewöhnlich, dazu gibt es mehrere Quellen und diese will ich hier nicht zitieren. Für mich einfach ein Wunder, dass so etwas noch steht.

Gerätschaften mitten im Wald aufgeschichtet, dessen Sinn und Zweck sich mir verschliesst.

An einer Stelle versuchte ich den ursprünglichen Kolonnenweg zu ergründen. Erfolglos Umkehrstelle. Zwischendurch dachte ich, doch es geht, dann wieder Zweifel und als das Kraut dann so dicht wurde, musste ich mir eingestehen, besser umkehren, das bringt nichts ausser Aufwand und sehr grosser Zeitverlust.

Einen sogenannten Waldcampingplatz habe ich angetroffen. Zeit für eine kuzr Rast.

Diese Stelle, und auch andere, sahen so aus, als ob nur ganz selten ein Mensch da den Weg findet.

Eine weitere pfadfinderische Stelle. Mal im Wald, mal dem Waldrand entlang.

Doch dann, Licht am Ende des Tunnels. Von da an gings einfacher.

Gewohnter Plattenweg. Und irgendwie schaffe ich es bei der Etappenplanung, dass der baumfrei Bereich der Wanderung an die Mittagszeit kommt.

Und zwischendurch den Blick in die Ferne schweifen lassen.

Schlussendlich habe ich die Busshaltestelle mit genug Zeitreserve erreicht. Und das Umsteigen auf den Zug in Förtschendorf zeitlich auf gut auf die Reihe gekriegt, was bei fast 50 Minuten Anschlusszeit ja auch gut möglich sein sollte.
In Probstzella ins Auto gestiegen und für die nächsten Tage in Sonneberg das Zelt aufgeschlagen.

Grünes Band, Etappe 06

Ludwigsstadt – Probstzella, 15,8 Wanderkilometer

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Und wieder in aller Früh aufgestanden und weitergezogen. Zuerst das Auto in Probstzella abgestellt. Und zwar gleich bei der Unterkunft.
Bauhaushotel „Haus des Vokes“. Eindrücklich, fast im Nirgendwo ein Bauhausbau.
https://bauhaushotel.de/

Weiter die S-Bahn nehmen und eine Station weit fahren. Ludwigsstadt.
Sonntagmorgens ist auch dieses Städtchen völlig verschlafen.
Unterwegs kreuze ich einen Landrover des Forstdienstes und eine Radfahrerin.
Das ist ein kleiner Traum, mit dem Defender die ganze Strecke abfahren. Technisch möglich. Man bräuchte sicher ein Kettensäge und eine lange Kette dabei zu haben. Denn auf der Strecke gab es bis heute mehr als einen toten Baum welcher das Durchkommen erschwerte.

Vorbei gings am Anfagn an einem Steinbruch vorbei. Dieser ruhte Sonntags und somit keine Staubwolke wie vorgestern, als ich da ganz in der Nähe schon vorbeikam.

Mitten im Wald stand ich plötzlich vor einer Abraumhalden

Eine Besonderheit aus der Zeit des kalten Krieges. Eine Agentenschleuse. Eine Stelle wo der Osten möglichst unbemerkt Leute oder Material in den Westen schleusen konnte.

Im Allgemeinen habe ich es heute mit dem erfassen des Kolonnenweges ziemlich verbockt. Schlechte Wege agelaufen, jedoch ohne garantiert, dass dies mal der Kolonnenweg war. Der Untergrund war steinig-felsig. Sicherlich habe ich nicht abgekürzt, immerhin.

Mit solch wenigen Kilometern das Ziel schnell geschaft. Vorbei an einem Rasenfussballplatz der mehr braun als grün erschien und schon im Hotel.

Grünes Band, Etappe 5

Nordhalben – Lehesten, 22,9 Wanderkilometer.

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Mit dem Taxi bis zur Grenze, das Taxi am Vortag bestellt und pünktlich war es vor Ort.

Hase im Profil, welcher mich lange nicht bemerkt hat, dann aber schnell weghoppelte.

Unterwegs habe ich gekreutzt oder getroffen: Hase, Fuchs, Schmetterlinge. An einem Unterstand gleich: Frau am rennen, Mann in Pickup, Mann mit Fahrrad. Letzte er hielt da an wo ich kurz Rast machte und so begann er zuserzählen, wie auch sie vom Osten nicht wussten wie die Grenzanlage auuksschaute, und als die Mauer gefallen war er den Kolonnenweg mit dem Fahrrad abfuhr. Das sei so schlimm gewesen mit dem Plattenbelag da damals alle Löcher noch offen waren, au jeden Fall sagte er sich, nie wieder. Dann erklarte er mir noch wo ich eine Mühle finde, ganz konnte ich den Erklärungen nicht folgen, gefunden habe ich es trotzdem.

Die wiedererstandene Mühle

Lehesten ist ein schmuckes Schiefersteindorf. Hat für seine Handwekskunst einen guten Ruf.

Schon das erste Auto hielt auf meinen Vaumen hin an un brachte mich nach Wurzbach. Ich lies mich vor der Kirche ausladen. Schon vor der Kirche hörte ich die Orgel. Da kam ich zu einem privaten kurzen Konzert.

Viele hübsche Gebäude sehen aus, wie sie dem Verfall übergeben worden sind.

so auch dqs Bahhofsgebäude

aber summa summarum blieb ein hübscher Eindruck stehen.

Gleichzeitig findet in Saalburg die SMS statt. SMS = SonneMondundSterne. das ist ein Festival für Elektronische Tanzmusik. Es hatte riesige Caminganlagen ringsum. Selbst in der Pension hier in Bad Lobenstein hat es Gäste für das Festiva.

Habe auf Empfehlung im Kranich in Saalburg gegessen. Ernergiespeicher sind wieder aufgefüllt. Die Marschgewindigkeit war heute wesentlich langsamer als gestern, entsprechend weniger Erholungsbedarf haben die Beine angemeldet.

Grünes Band, Etappe 4

Blankenstein-Rohdacherbrunn, 21,4 Wanderkilometer

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Ab Bad Lobenstein mit der SBahn nach Blankenstein.

Die Bahn tuckerlt gemütlich um die Kurven. Und es ist wirklich nur so ein Kurzzügli.

Ausgangs Blankenstein, in unmittelbarer Nähe einer Pension, war ein Masten voller Schuhe. Wanderschuhe, die teilweise sehr defekt aussehen. Das wäre Arbeit für eine gute Schuhmacherin.

Solches Rauf un Runter gehört dazu. Hier leider rauf.

Schon von weitem habe ich leises Glockenklingen vernommen. Die Zeit nahm ich mir, um die Quelle zu finden. Auf einem Dreibein ein Röhrenspiel.

Irgendwie endlos monoton. Aber auch entspannt. Die Schritte sind sich langsam dem Plattenrhythmus gewohnt. Streckenweise haftet der Blick fest am Boden. Wo trete ich hin, damit ich den Fuss nicht verknackse.
Es hatte auch fast keine Leute auf der Strecke. Genau genommen hat mich auf der ganzen Strecke einzig ein Velofahrer gekreuzt.

Ein Reh hat sich kurz gezeigt, respektive spät gemerkt, dass da jemand angewandert kommt. Als es mich bemerkte war es schnell weg.

An einer Stelle wurden die Betonplatten durch Kies ersetzt, da eine neue Leitungsquerung erstellt wurde. Die Platten sehen sehr massiv aus.

Die Strecke habe ich in hohem Tempo zurückgelegt. Es war zwar recht war, aber trocken und ein kühler Wind ging. Einige Stellen wären bei Regenwetter kritisch gewesen. Steil runter bei nassen Betonplatten wäre potentiel rutschig.

Bad Lobensteib, Marktplatz

Und auffüllen der Energiespeicher.

Grünes Band, Etappe 3

Töpen – Blankenstein, 24,9 Wanderkilometer

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Heute gings früh los. Unter anderem wegen der Hitze und da ich gute ÖV Verbindungen benötigte. In der Nacht hat es geregnet. Nun ist es sehr schwühl. (einiges habe ich während dem Wandern geschrieben, deshalb die Gegenwartsform)

Gestern Abend habe ich zum ersten Mal hier in. Hof ein Auto mit schweizer Kennzeichen gesehen. Wallis. Ansonsten gar keine, weit und breit.

Gurrende Taube, wenige Autos, langsam kommende Sonne. Kurz nach Töpen.

Der „Einstig“, und wieder gute 20 km vor mir.

Hab ungefähr vier Hasen aufgeschreckt, man kann diese in der Bildmitte mehr erahnen, als wirklich erkennen.

in der Ferne, un im Nebeldunst.ist bereits Hirschberg erkennbar

Perfekt, da kann man was kurz vor Hirschberg etwas auf die lange Bank schieben. Vor dem Hängesteg machte der Plattenweg eine Schlaufe. Beim wandern überlege ich immer bei der Routenwahl, entspricht das dem „Originaltext“. Wenn also der Plattenweg eine Wende macht, heisst das für mich, ich muss mich an nichts halten und kann den kürzesten Weg nehmen.

Danach kam der Steg. Etwas gar ausgesetzt ist man da, oben Felswand, unten Saale. Gring abe o seckle. Na ja, gesprungen bin ich nicht

Kaffee und Kuchenpause im Kreativ cafe in Hirschberg. Kreativcafe-Hirschberg
Hirschberg erscheint stark gebeutelt von den Zeiten der Trennung viele unbewohnt scheinende Gebäude. Nahe dem Zerfall. Da tut ein solches Cafe auf dem Weg richtig gut. Der Apfelkuchen war sehr fein und die Wirtin hatte auch noch Zeit für ein paar Worte.

0906 Uhr. Erste schritte in der Sonne

Ingenieuskunst trägt die A9

Innenraum der Kirche Sparnberg Die Kirche im Wiki

Nach einiger Strecke auf Belag geht es hier links weg auf den Kolonnenweg. Es braucht dann zuerst ein paar Meter bis man sicher ist. Zuerst waren die Platten nicht erkennbar. Aber der ehemalige Ackerstreifen ist noch erkennbar. Und ein paar Schritte späger die ersten Betonplatten unter dem Laub erkennbar.

Gehört zur Pause. Das kurze auslüften der heute nass gewordenen Socken. An diesem Rastplatz war ein richtiges Gläuif. Eine Hündelerin. Eine Velofahrerin und zwei Spaziergängerinnen

Entlang eines alten Bangleises

und plotzlich ist man wieder am Rande einer Industrie

Am Tagesziel angekommen. Nun gemütlich auf den Bus warten. Etwas erfrischen und erholen.

Beim Einkauf eines Berliner habe ich mich gleich als Ausländer enttarnt, kaum habe ich dass Wort Berliner ausgesprochen kam die Frage ob ich aus Österreich oder der Schweiz sei. Bei ihnen heisst es Pfannkuchen.

So unscheinbar sieht die Bushaltestelle aus. Ob die je barrierefrei ausgestaltet wird? Unscheinbar auch der Bus. Ein 16 Plätzer ohne nennenswerte Beschriftung. Aber pünklich, und das zählt sehr. Bei eine Umsteigezeit von 50 Minuten kam es aber nicht auf die Minute an.

Bescheiden Ausmass heute.

Viele unbewachekte Bahnübergänge hat es..Am zweimaligen Hupen erkennbar.

Grünes Band, Etappe 2

Ulliz bis Töpen, 24,9 Wanderkilometer

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Heute gings einges früher los. Mit dem Taxi bis zum Startpunkt. Gleich am Anfang kreuzte ich eine Frau mit Hund. Sie sagte, dass vor kurzem ein Vater mit seinem Sohn auch unterwegs seien. Da dachte ich mir, dassaich diese kaum einholen werde. Falsch gedacht, die waren sehr gemütlich unterwegs. Hatten auch grösseres Gepäck. Ihr Ziel war Hirschberg. Sie machen etwa drei bis vier Etappen bevor sie wieder nach Hause gehen. Da wünschte ich ihnen alles gute und zog davon.

Später kreuzte ich noch wenige Radfahrer.

Wo früher die Grenze das Durchkommen verhinderte, verhindert das Durchfahren den Grenzmarsch.
Ein Wegweiser zeigte quer durch die Wiese.

Blumen und Schmetterling gab es oft zu sehen.

Und noch eine Umleitung um das Bahngleis, was aber der Geschichte entspricht, da das Gleis schon während der Trennung bestand.

An dieser Stelle musste ich verab des originalen Verlaufs gehen. Mitten im Nirgendwo eine riesige Baustelle inmitten Windkraftanlagen.
Zu diesem Zeitpunkt war es gefühlt nur noch heiss und der Schatten begrenzt vorhanden.

Fast am Schluss der Etappe bei Mödlareuth vorbeigekommen. Das gilt als Berlin von Bayern, da diese Ortschaft wie Berlin geteilt war. Das neue Museeum habe ich ausgelassen, da es schon doch sehr warm war. Dort wurde die Grenzanlage auch auf eine kurze Strecke rekonstruiert.

Ein kühles Wartrefugium war die Kirche, darin war eine Stunde warten pure Erholung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrkirche_T%C3%B6pen

Als Aperosnack habe ich in Hof bei eine Wärschtlamo ein Päärli Käseknacker gekauf. Waren echt fein. Und ich echt hungrig. Die Wärschlamo sind eine Spezialität von Hof.

Grünes Band, Etappe 1

Pabstleithen bis Wiedersberg

Nach zwei Schnupperetappen letztes Jahr wage ich mich nun an den Start.
Habe ein wenig trainiert und nun die allererste Etappe von der Grenze zu Tschechien bis hin zur Ostsee. Ob ich es je bis zu Ostsee schaffe, das wird sich zeigen. Eines nach dem anderen.

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Hals Basisstation habe ich für die ersten Tage Hof gewählt. Von da gings mit Auto nach Pabstleithen.

Der Start liegt in unmittelbarer Nähe der Tschechien.

Der Wald liegt bereits in Tschechien.

Der Anfangs des Plattenweges. Das war vermutlich der Vorspann des Kolonnenweges.

Stellenweise hatte es viele Brombeeren. Betonung auf hatte, nach mir war alles abgeerntet. Auf jeden Fall benötigte ich den Reiseproviant aus dem Rucksack nicht mehr.

Hier beginnt offiziell das Grüne Band.

Es gab dadurch ein paar extra Meter, aber so nahe macht man schon einen Abstecher nach Tschechien. Somit habe ich auch offiziell auch Tschechien besucht.

Grenzstein.

Danach wieder endlos Plattenwege

Da steht man auf einem Hügel und mustert die Umgebung, versucht sich mit dem Blick auf die Karte die Landschaft zu verstehen und vermutet, dass mein Weg dann an der gegenüberliegenden Hügelkuppe entlanggeht, und zwar entlang der Bäume wo das abgeerntete Feld seine unteres Ende erreicht.

Aufgeschreckte Rehe

Viele Personen habe ich nicht gesehen. Als ich zwei Forstarbeitern an einem Jagdtunterstand arbeiten sah, da habe ich natürlich angehalten und einen kurzen Schwatz gehalten.
Zuerst mal fragten sie mich vorsichtig, ob ich von einem Amt sei, so mit Fotoaprat etc ausgerüstet. Ich lachte und sagte, dass ich nichts kontrolliere und mir egal ist, was sie da draussen bauen. So kamen wir dann auf die Jagdt, wie die Wildsauen schlau sind, über das Schiessen zu den Selbstschussanlagen und zu den Minen, welche eigentlich alle aus dem Boden entfernt sein sollten.
Als ich weiterging, sagten sie noch, dass ich da rechts weg muss, doch ich beharrte darauf streng den Kolonnenweg zu folgen. Und das machte ich dann durch diesen stark zugewachsenen Teil.

Während der ganzen Wanderunghabe ich fast niemanden getroffen.

Abendteurlich wurde die Fahrt zurück zum Auto. Nix Taxi nix Uber, also Daumen in die Luft. Das hat Zeit und etwas Nerven gekostet. Vor allem, da Start- und Zielort strassenverkehrstechnisch völlig an anderen Ecken Lagen. Fünf haben sich meiner erbarmt und so bin ich doch noch zum Ländi gekommen.